Mammografie

Die Mammografie ist die Basis der Untersuchungen der Brust.
Bei uns verwendete Verfahren ermöglichen neben der Diagnostik gleichzeitig die stereotaktische Markierung unklarer Herdbefunde vor einer Operation.

Die vieldiskutierte Strahlenbelastung der Mammografie ist heute so gering, dass es keinen Fall eines bekannten Zusammenhangs zwischen Mammografie und Brustkrebs gibt.

Dennoch müssen die Untersuchungen in jedem Fall gerechtfertigt sein, eine Basismammografie sollte erst ab dem 40. Lebensjahr, gegebenenfalls auch mit 35, erfolgen.

Durch die Mammografie alleine können zwar die sichersten Aussagen zum Ausschluß eines Mammatumors erfolgen, diese Sicherheit wird jedoch durch zusätzliche Verfahren wesentlich erhöht :

• Die Mamma-Sonografie (Ultraschall) kann bei jüngeren Frauen vollständig die Mammografie ersetzen, im übrigen ist sie ein wesentliches Verfahren zur Beurteilung von Tastbefunden oder mammografisch sichtbaren Herden.

• Die MR-Mammografie hingegen ist ein wesentliches Verfahren zum Ausschluß von zusätzlichen Herden bei festgestelltem Mammatumor, sowie in der Nachsorge nach einer OP zum Ausschluß von Rezidivtumoren. Gerne wird es auch bei unklaren Befunden oder familiärer Belastung eingesetzt.

Am Diakonissenkrankenhaus gibt es ein Brustzentrum, dem auch wir angehören. Demzufolge werden alle fraglichen Fälle interdiziplinär gemeinsam besprochen. Bei Vorliegen eines OP-pflichtigen Befundes können Sie direkt in die Brustsprechstunde überwiesen werden.

Bei uns werden alle Befunde von mindestens zwei Radiologen ausgewertet ( vier Augen sehen mehr als zwei ). Alle Untersuchungsergebnisse werden nach den modernen Kriterien der BIRADS-Klassifikation erstellt.

Digitale Mammographie mit Tomosynthese seit August 2010

Mit der Tomosynthese erleben wir die faszinierende Weiterentwicklung der Digitalen Mammographie.“ (Terwaag, Wuppertal)

Bisher erfolgte die Mammographie lediglich als Summationsaufnahme in 2 Ebenen. Durch die Tomosynthese bietet sich erstmals die Möglichkeit, die Brust in 1 mm Abstand schichtweise zu untersuchen, wodurch Überlagerungen entfallen und Tumore besser erkannt werden können. Dazu benötigt die Tomosynthese nur eine vergleichsweise geringe Strahlenbelastung, die etwas dem 1,5fachen einer normalen Aufnahme entspricht.

Die Tomosynthese wird nach gegenwärtigen Richtlinien nur als Zusatz zur Digitalen Mammographie bei verdichtetem Drüsengewebe eingesetzt.

Die Untersuchungen bleiben weiter Teil unserer kurativen Mammographie und sind eingebunden in das Brustkrebszentrum am Diakonissenkrankenhaus Dresden.